Nachhilfe imStudienkreis Geesthacht
Ohne Vokabeln geht es nicht
Grundsätzliches
Grundsätzlich gilt beim Vokabeln lernen: Nicht mehr als dreißig neue Vokabeln pro Tag lernen. Mit dieser Menge ist das menschliche Gehirn ausgelastet. Wer die gelernten Wörter außerdem regelmäßig wiederholt, verankert sie im
Langzeitgedächtnis und kann sie auch nach Jahren noch mühelos abrufen. Dabei helfen einige einfache Mittel und Methoden.
Hilfen zum Vokabeln lernen
Mit der von Sebastian Leitner entwickelten Lernkartei lassen sich Fakten aller Art – von Vokabeln bis hin zu historischen Daten - spielend leicht lernen. Das Prinzip besteht darin, den Lernstoff nach einem bestimmten System zu wiederholen und nach längerer Zeit noch einmal abzufragen. So verankert man den Lernstoff besonders fest im Gedächtnis.
Für eine Lernkartei braucht man Karteikarten und einen Karteikasten mit fünf unterschiedlich großen Fächern. Auf die Vorderseite der Karteikarten schreibt man die zu lernenden Begriffe. Auf die Rückseite kommen die Übersetzungen oder Erklärungen. Neue Karten kommen in das vordere Fach des Karteikastens. Nach und nach zieht man die Karten nun heraus und prüft, ob man den Begriff übersetzen bzw. erklären kann. Weiß man die Antwort, kommt die Karte in das zweite Kästchen. Weiß man die Antwort nicht, bleibt die Karte im ersten Kästchen. Die Karten im ersten Kästchen sollte man täglich wiederholen. Den Inhalt der anderen Kästchen wiederholt man erst, wenn die Kästchen fast voll sind. Fällt
einem eine Vokabel dabei nicht mehr ein, wandert sie wieder in das erste Fach. Erst wenn die Karte auch einer Überprüfung im fünften Fach standhält, entfernt man sie aus dem Karteikasten.
Wer lieber am Computer statt mit Papier und Stift arbeitet, kann Vokabeltrainer auf CD-ROM nutzen. Vokabeltrainer funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie die Lernkartei: Je nachdem ob man eine Vokabel kennt oder nicht, bietet das Programm sie öfter oder seltener zur Wiederholung an. Manche Vokabeltrainer bieten auch die Möglichkeit, eigene Vokabeln zu ergänzen oder die Abfrage in Form eines Spiel, zum Beispiel eines „Vokabel-Memorys“, durchzuführen. Außerdem verfügen die meisten Programme über eine Statistik, in der man den eigenen Lernerfolg verfolgen kann.
Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe wirkungsvoller Tipps, mit denen sich das Vokabeln lernen abwechslungsreich und interessant gestalten lässt.
Noch mehr Tipps zum Vokabeln lernen
Wer am besten durch Zuhören lernt, sollte die zu lernenden Vokabeln auf eine Kassette sprechen. So kann man beispielsweise unterwegs ganz nebenbei Vokabeln lernen. Zunächst das Wort in der Fremdsprache auf die Kassette sprechen. Dann eine kurze Pause machen und die Übersetzung aufsprechen. Beim Abhören überlegt man dann in dieser Pause, ob man die richtige Bedeutung des Wortes noch kennt.
Wirkungsvoll ist es auch, Vokabeln, die Gegenstände beschreiben, auf Zettel zu schreiben und am betreffenden Gegenstand in der Wohnung zu befestigen. Immer wenn der Blick auf den Zettel fällt, das Wort laut aussprechen.
Auch Bildwörterbücher eignen sich gut, um Vokabeln zu lernen. Es gibt sie in vielen Sprachen zu kaufen. Man kann aber auch einfach ein deutsches Bildwörterbuch nehmen und zu den deutschen Wörtern jeweils die Übersetzung schreiben.
Eine gute Hilfe, um Vokabeln fest im Gedächtnis zu verankern sind Eselsbrücken. So kann man die fremdsprachige Vokabel zum Beispiel einmal deutsch aussprechen und eine Gedankenverbindung herstellen. Beispiel: Das englische Wort für „Kamingitter“ lautet „grate“. Deutsch ausgesprochen erinnert es an Gräte, an eine Fischgräte. Man könnte sich nun merken: Im Kamingitter steckt eine Gräte.



