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Brainstorming

Das Brainstorming ist ein Klassiker unter den kreativen Lernstrategien. Anwendung findet die Technik in der Regel in kleinen Gruppen, deren Ziel darin besteht, zu einem bestimmten Thema alle Ideen und Gedanken der Teilnehmer zu sammeln und zu protokollieren.

Schüler im Gedankenaustausch mit ihrem Lehrer.

Wenn die Gedanken wirbeln…

Der Begriff Brainstorming stammt aus dem Englischen und heißt so viel wie Gedankenblitz oder Gedankenwirbel. Bei dieser Technik wird den Gedanken sozusagen freier Lauf gelassen. Das Wichtige und Erfolgreiche am Brainstorming ist, dass wirklich alle Gedanken zugelassen sind. Die einzelnen Teilnehmer dürfen sich weder gegenseitig kritisieren noch die anderen in ihrer Ideenfindung einschränken, denn nur so erhält man eine Fülle interessanter Ideen zu einem Thema.

Überdenkt man ein Problem allein, kann es oft recht lange dauern, bis man einen geeigneten Lösungsansatz gefunden hat. Denken jedoch mehrere Personen gleichzeitig und gemeinsam über ein Problem nach, so können in kürzerer Zeit mehr Ideen und Gedanken zusammenkommen. Zudem entwickelt sich eine Idee oft aus einer anderen, sodass man sich manchmal wundert, wie schnell des Rätsels Lösung gefunden wird.

Die fünf Merkmale des Brainstormings

Eine Brainstorming-Runde sollte sich aus etwa 5-8 Teilnehmern zusammensetzen und einem genau festgelegten Zeitplan folgen. Wichtig ist, dass die Sitzung eine Dauer von ca. 30 Minuten nicht überschreitet, da sie sonst zu anstrengend und ineffektiv wird.

Ein erfolgreiches Brainstorming zeichnet sich durch fünf Merkmale aus:

 

  • Eine Gruppe kann ihre Kräfte entfalten.
  • Denkpsychologische Blockaden können ausgeschaltet werden.
  • Den Ideenfluss hemmende Äußerungen können unterbunden werden.
  • Das teamorientierte Kommunikationsverhalten der Teilnehmer kann gefördert werden.
  • Unnötige und ineffektive Diskussionen können vermieden werden.

Moderator und Schriftführer – zwei wichtige Funktionen

Vor dem Start einer Brainstorming-Runde müssen sowohl die Rolle des Moderators als auch die des Schriftführers festgelegt werden, damit die Sitzung strukturiert und effektiv ablaufen kann.

Ein Gruppenmitglied übernimmt die Rolle des Moderators oder Leiters. Seine Aufgabe besteht darin, der Gruppe zunächst das Problem oder die Fragestellung zu erläutern. Außerdem kommen dem Moderator wichtige Kontrollfunktionen während der Brainstorming-Sitzung zu. Insbesondere soll er verhindern, dass

  • die Teilnehmer vom Thema abschweifen,
  • die Teilnehmer einander kritisieren oder unterbrechen,
  • das Gespräch ins Stocken gerät und niemand etwas sagt.

Die Aufgabe des Schriftführers besteht darin, die Ideen der einzelnen Teilnehmer zu protokollieren. Dazu kann er als Hilfsmittel Notizzettel, Karteikarten, Flipcharts oder einen Tageslichtprojektor benutzen, sodass alle Teilnehmer das Wachsen der Ideensammlung mitverfolgen können.

Am Ende einer Brainstorming-Sitzung werten die Teilnehmer dieses Protokoll aus. Dabei bietet es sich an, alle Gedanken bestimmten Oberthemen zuzuordnen. Auf diese Weise wird die Ideensammlung strukturiert und überschaubar. Innerhalb einer Themensammlung können die Gedanken dann nach verschiedenen Gesichtspunkten sortiert werden.

 

Die sechs goldenen Regeln des Brainstormings

Obwohl sich das Brainstorming die Gruppendynamik zunutze macht, gilt es, bestimmte Verhaltensregeln während einer Brainstorming-Sitzung zu beachten:

  • Jeder Vorschlag, jede Idee, jeder Gedanke ist willkommen.
  • Die Ideen sollten schnell geäußert werden; dies motiviert die anderen Gruppenmitglieder.
  • Ideen sollen zuvor nicht im Kopf geprüft, die Teilnehmer sprechen sie einfach aus.
  • Die Anzahl der Vorschläge ist wichtig, nicht deren Qualität.
  • Jeder darf Ideen des anderen aufgreifen und weiterentwickeln.
  • Ideen anderer dürfen nicht kritisiert werden, weder verbal noch durch Mimik und Gestik.
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