Mit Lernspielen spielerisch lernen
Erst prüfen, dann kaufen
Vor dem Kauf sollten Sie die Katze einmal aus dem Sack holen! Denn erst der prüfende Blick und ein kritischer Griff geben Klarheit, ob die Spielelemente originell, liebevoll gestaltet, stabil gefertigt und gleichzeitig kindgerecht sind. Kommt einem beim Öffnen der Verpackung bereits eine 60 Seiten starke Anleitung entgegen, kann dies ein guter Grund sein, den Deckel direkt wieder zu schließen – für immer. Doch spielt beim Ausprobieren der Spielwarenhandel nur selten mit.
Denn welcher Verkäufer toleriert es schon, wenn man die Folie zerreißt, die Teile aus dem Karton nimmt, Karten ausstanzt und auf dem Fußboden mit dem Würfeln beginnt? Und nicht jeder hat Gelegenheit und Muße, nach Stuttgart, Essen oder Leipzig zu reisen, um dort eine Spielemesse zu besuchen.
Der Deutsche Lernspielpreis
Der Studienkreis und die Elternzeitschrift „spielen und lernen" vergeben jedes Jahr den Deutschen Lernspielpreis. Der Preis soll Anerkennung und Anreiz sein für Bastler, Tüftler, Autoren und Verlage, die mit einfallsreichen und liebevoll gestalteten Spielen Lernziele mit Spielspaß verbinden. Die Initiatoren möchten das spielerische Lernen auf diesem Weg einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen und als unverzichtbaren Baustein bei der Entwicklung von Kindern in allen Altersgruppen anerkannt wissen. Außerdem bietet Ihnen als Eltern die aktuelle Auswahl- und Siegerliste des Deutschen Lernspielpreises jedes Jahr eine gute Orientierung, welche Neuerscheinungen den Kauf wert sind.
Viele der eingereichten Spiele befassen sich im „Jahr der Mathematik" mit diesem nicht bei allen Schülern beliebten Fach. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Spielen, bei denen sich alles um einheimische und exotische Tiere dreht.
Prämiert wurden sowohl veröffentlichte Spiele als auch unveröffentlichte Spiele. Nachdem die Redaktion „spielen und lernen" eine Vorauswahl aus den zahlreichen Einsendungen getroffen hatte, kürte eine Jury aus Nachhilfeschülern und -lehrern des Studienkreises die vier Gewinner.
Die Preisträger 2009
Folgende Spiele haben in ihren Kategorien den begehrten Preis für pädagogisch hochwertige Spiele bekommen:
- Kategorie „ab 3 Jahre“: Happy Farm (beleduc):
Vorschulkinder brauchen einfache Spielregeln und
lieben Tiere, deshalb schätzt die Jury das „Happy
Farm“. Das hochwertige und liebevoll aus Holz gestaltetet
Spiel zum Thema Tauschen wird für etwa 40
Euro angeboten. - Kategorie „ab 6 Jahre“: Klickado (Drei Magier
Spiele bei Schmidt Spiele):
Eine ruhige Hand und etwas Wagemut sind bei „Klickado“
gefragt. „Der Klassiker Mikado, diesmal in
luftiger Höhe, verspricht pures Spielvergnügen“, urteilt
die Jury. Das Geschicklichkeitsspiel kostet etwa
30 Euro.
- Kategorie „ab 9 Jahre“: Kaleidos (Asmodee):
„Kaleidos“ fördert das Reaktionsvermögen und die
Fantasie und kommt in einer wunderschönen Blechdose
daher. Sprachakrobaten werden das Wort-
Suchspiel lieben. Es wird für etwa 35 Euro im Handel
angeboten. - Kategorie „Unveröffentlichte Lernspiele“: Doppelmoppel
In der Kategorie für Spieleautoren siegte der Prototyp
„Doppelmoppel“. Ortrud Kreckel und Rita Franz haben
sich ein Spiel ausgedacht, das Kreativität, Kommunikation, Reaktion, Sprachkompetenz und Wahrnehmung
fördert.
Die Preisträger der vorherigen Jahre sowie weitere Informationen zum Deutschen Lernspielpreis finden Sie hier: www.deutscher-lernspielpreis.de.


