Mit Teamwork zum Erfolg

Viele Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder gemeinsam mit Freunden lernen. Sie haben Sorge, dass nur Unsinn gemacht und die ganze Zeit geredet wird. Ganz Unrecht haben sie damit wahrscheinlich nicht, aber trotzdem geht ohne Teamwork inzwischen fast gar nichts mehr.

Warum in der Gruppe lernen?

Je früher man lernt, sich in einer Gruppe zu bewegen und dort einen festen und verantwortungsvollen Platz einzunehmen, desto besser. Denn in einem Team muss jeder zuverlässig und verantwortungsbewusst arbeiten, damit das Ziel erreicht wird.
Richtig organisiert bietet die Lerngruppe einige Vorteile:

  • Lernen in der Gruppe macht Spaß!
    Da die Arbeit in der Gruppe nicht so sehr nach „Lernen“ aussieht, macht sie meistens auch mehr Spaß. Man ist nicht alleine, sondern kann sich mit den anderen austauschen.
  • Lernen in der Gruppe wirkt motivierend!
    Lernt man alleine, fehlt es schnell an Motivation. In der Gruppe kann es jedoch gut passieren, dass einen der Ehrgeiz packt, noch mehr zu schaffen als die anderen – das wirkt motivierend.

Mit Gruppenarbeit erfolgreich zum Ziel

Teamwork ist nicht gleich Teamwork. Damit Gruppenarbeit erfolgreich und effektiv verläuft, gilt es, einige Dinge zu beachten:

  • Gruppengröße
    Lerngruppen, die nicht von einem Erwachsenen geleitet werden, sollten nicht aus mehr als zwei bis vier Schülern bestehen, sonst wird die Organisation zu schwierig.
  • Homogenität
    Die Gruppenmitglieder sollten gut zueinander passen. Reagiert einer überempfindlich auf Kritik, wirft vorschnell die Flinte ins Korn oder spielt sich dauernd als Chef auf, ist das Gruppenklima gestört und die Arbeit unproduktiv.
  • Zielklarheit
    Zu Beginn der Gruppenarbeit sollte das Ziel der Arbeit gemeinsam festgelegt werden – am besten schriftlich.
  • Arbeitsort
    Der Ort, an dem die Gruppenarbeit stattfindet, sollte aufgeräumt und leise sein und eine angenehme Arbeitsatmosphäre vermitteln.

Läuft Gruppenarbeit nach einem bestimmten Schema ab?

Erfolgreiche Gruppenarbeit durchläuft in der Regel vier mehr oder weniger klar voneinander abgegrenzte Phasen:

  1. Phase: Orientierung
    Die Gruppenmitglieder treffen aufeinander. Man beobachtet sich gegenseitig und wartet ab, was die anderen von sich preisgeben. Dabei gilt: Je besser man die anderen Teilnehmer kennt oder kennenlernt, desto schneller verringert sich die anfängliche Angst vor der Gruppe.
  2. Phase: Zieldefinition
    Dies ist die Phase der Annäherung, man lernt sich besser kennen. Die Gruppe legt die Ziele und Aufgaben fest und formuliert die eigenen Interessen. Konflikte können auftreten.

  1. Phase: Arbeitsphase
    Diese Phase ist geprägt von Arbeitslust und Produktivität. Die Gruppe greift die Aufgabenstellung auf und versucht, das Ziel zu erreichen. Es herrscht ein reger Austausch zwischen den Gruppenteilnehmern.
  2. Phase: Trennung
    Die Gruppenarbeit ist beendet, die Gruppe löst sich auf. Jeder Teilnehmer kehrt in seinen Alltag zurück und versucht, dort die Ergebnisse der Gruppenarbeit anzuwenden.

Eine gemeinsame Entscheidung ist nicht in Sicht – was nun?

Oft fällt es einer Gruppe schwer, eine Entscheidung zu treffen, die alle Gruppenmitglieder tragen. Schnell fühlt sich ein Teilnehmer übergangen oder ausgegrenzt oder es ist einfach schwer, zwischen zwei guten Lösungen zu wählen.
Voraussetzung dafür, dass eine Entscheidung von allen getragen wird, ist, dass alle Möglichkeiten eine faire Chance bekommen haben und die Gruppe möglichst einstimmig entscheidet. Dies gelingt leichter, wenn folgende Punkte beachtet werden:

  • Nicht unter allen Umständen die eigene Ansicht durchsetzen wollen.
  • Sich in Ruhe anhören, was die anderen zu sagen haben, und die eigene Meinung durch aussagekräftige Argumente stützen.
  • Die eigene Meinung nur dann ändern, wenn man davon auch überzeugt ist – und nicht, um schnell zu einer Entscheidung zu kommen.
  • Sich nur solchen Entscheidungen anschließen, die wenigstens ungefähr die eigenen Ansichten decken.
  • Konflikte austragen, auch wenn sie schmerzhaft sind. Dabei ehrlich bleiben und keine faulen Kompromisse schließen.
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Mit Teamwork zum Erfolg

Ohne Teamwork geht heutzutage nichts mehr – auch nicht in der Schule. Lernen in der Gruppe, das kann gelernt werden. Wie? Lesen Sie hier!

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